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Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ratingen e.V.

Amtsgericht  Ratingen:  VR-401

DITIB- Listen-Nr.: 1524

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Impressum


*** ISLAM BEDEUTET FRIEDEN UND SICHERHEIT UND NICHT TERROR UND GEWALT***

*** ISLAM IST KEIN PLATTFORM FÜR TERRORISTEN ***

*** ISLAM LÄSST SICH NICHT FÜR POLITISCHE ZIELE UND ZWECKE MISSBRAUCHEN***


„Stiftet kein Unheil auf Erden“  Qur´an: 2 / 12

„Stiftet Frieden unter den Menschen“  Qur´an: 2 / 225

„Verübt nicht Unheil auf Erden, indem ihr Unfrieden stiftet“ Qur´an: 2 / 61



DAS  WORT  „ISLAM“

Das Wort Islam ist in aller Munde, ebenso Terror und der Krieg.

Fast automatisch stellt sich da eine Verbindung her.

Viele Politiker, Medien und sogenannte Nahost-Experten tun ein Übriges, indem sie Ängste schüren vor dem

Islam und seinem "Heiligen Krieg" um eine neue Weltordnung eines Führungsmachts, auf Kosten des Islam

 und auch der Menschheit durchzusetzen und zu legitimieren.

Zwar redet heutzutage fast jeder vom Islam, doch weiß kaum jemand, was das Wort in Wirklichkeit bedeutet.

Für die meisten Menschen ist es einfach der Name einer Weltreligion.

Darüber aber, daß schon der Name das Wesentliche über diesen Glauben mitteilt, macht man sich meist

keine Gedanken. Dabei beruht gerade auf dieser Unkenntnis der wirklichen Bedeutung des Wortes Islam wohl

der größte Teil der Vorurteile und Mißverständnisse, die dem Islam entgegengebracht werden.


Die erste Sache, die man über Islam wissen und verstehen sollte,

ist die Bedeutung des Wortes „Islam“ selbst.

Das arabische Wort „Islam“ bedeutet zugleich Frieden, Sicherheit und Unterwerfung oder Ergebung des

 eigenen Willens zum einzig wahren GOTT, im arabischen bekannt als „ALLAH“.

Jemand der seinen eigenen Willen GOTT unterwirft, wird im arabischen als „Muslim“ bezeichnet.


Islam (Unterwerfung unter den Willen GOTTES ) ist die Religion, welche Adam gegeben wurde,

der erste Mensch und Prophet GOTTES.

Der Islam war auch zugleich die Religion aller Propheten, die von ALLAH an die Menschheit gesendet wurde.

Zusätzlich wurde diese Bezeichnung von GOTT selbst erwählt und klar in der letzten Schrift, die ER den

 Menschen offenbart hat, erwähnt.


Daher behauptet der Islam nicht, eine neue Religion zu sein, welche vom Propheten Muhammad (saw)

im siebten Jahrhundert nach Arabien gebracht wurde.

Vielmehr erhebt der Islam den Anspruch, eine Wiedererscheinung der wahren Religion des

Allmächtigen GOTTES in seiner endgültigen Form zu sein, so wie sie Adam und den darauffolgenden

Propheten ( u.a. Abraham, Moses, Jesus ) offenbart wurde.


Der Islam versteht sich als ursprüngliche, vollendete und unverfälschte göttliche Offenbarung.



GEGEN  GLAUBENZWANG:

Der Islam vertritt keinen blinden Pazifismus, d.h. er verlangt von seinen Anhängern nicht, das eigene Leben

oder die Menschen, für die man verantwortlich ist, dem Prinzip einer absoluten Gewaltfreiheit zu opfern.

Im Qur´an: 2 / 216 steht dazu:

Euch ist der Kampf vorgeschrieben, und er ist euch zuwider, und es ist möglich, daß euch

etwas zuwider ist, das gut für euch ist, und es ist möglich, daß euch etwas lieb ist, was schlecht für euch ist,

und Allah weiß, aber ihr wißt nicht."

Damit erkennt der Qur´an wohl an, daß die gewalttätige Auseinandersetzung in der Regel unerwünscht ist,

aber er untersagt sie nicht völlig, sondern stellt klare Grundsätze für Gewaltandrohung, Gewaltanwendung

und Gewaltverzicht auf.

Der Kampf, der dem Muslim in der obigen Qur’ anpassage vorgeschrieben ist, hat ein klar umrissenes Ziel.

Es ist der Kampf gegen Zwang im Glauben und für die Freiheit des Bekenntnisses zu GOTT.

Dazu im Qur´an 2 / 256:

"Kein Zwang im Glauben - das rechte Handeln und das Fehlgehen sind schon klar unterschieden."

Ein deutlicheres Bekenntnis zur religiösen Toleranz findet man in keiner heiligen Schrift einer anderen

Weltreligion.

Ein Muslim hat den Auftrag dieses Menschenrecht der Freiheit des Bekenntnisses zu GOTT in jedem Fall zu

Schützen.

All diese Vergehen gegen die Menschenrechte bezeichnet der Qur´an an anderen Stellen Zusammenfassend

mit dem Begriff Unterdrückung und Gewalttätigkeit.

Der Kampf gegen den Glaubenszwang ist zugleich ein Kampf gegen Gewalttätigkeit und Unterdrückung.

Deshalb zeigt der Qur´an an einer anderen Stelle diesen Zusammenhang auch unmißverständlich auf:

"Und was ist mit euch, daß ihr nicht auf Allahs Weg kämpft und für die Unterdrückten von den Männern und

den Frauen und den Kindern, die sagen: ‘Unser Herr, bring uns heraus aus dieser Stadt, deren Leute Tyrannen

sind, und gib uns von Dir aus einen Beschützer, und gib uns von Dir aus einen Helfer." (Qur`an: 4 / 75)

Ein Muslim darf nicht nur, sondern er (sie) muß eintreten für den Schutz der Menschen,

die GOTT um Hilfe gegen die Tyrannei anrufen. Das nennt der Qur´an den "Kampf auf Allahs Weg".

Den Kampf für "weltliche" Ziele hingegen lehnt der Islam strikt ab.


FRIEDENSSICHERUNG

Ebenso unmißverständlich wie der Qur´an den Kampf gegen Glaubenszwang und Unterdrückung befiehlt,

verbietet er auch jedweden Krieg, der aus anderen Gründen geführt wird, seien das politische Macht,

wirtschaftlicher Einfluß, Bodenschätze, National- oder Rassenstolz und was auch immer vorstellbar ist.

All dies bezeichnet der Qur´an mit dem Sammelbegriff der "Güter dieser Welt".

Der Muslim richtet sein Verhalten - auch im Kampf - deshalb nicht nach den "Gütern dieser Welt" aus.

Der Qur´an untersagt ihm das mit den Worten:

"Ihr Gläubigen, wenn ihr auf Allahs Weg auszieht, dann schafft Klarheit und sagt nicht zu dem,

der euch Frieden anbietet: ‘Du bist kein Gläubiger‘ und ihr erstrebt (dabei nur) die Güter des Lebens dieser

Welt. Und bei Allah ist vielfältiger Gewinn, (genau) so wart ihr früher, dann war Allah gütig zu euch,

also schafft Klarheit, Allah kennt, was ihr tut."(Qur´an: 4 / 94)

Mit anderen Worten: Wer als gläubiger Mensch Krieg aus anderen als den von GOTT erlaubten Gründen

führen würde, handelt so wie früher. d.h. bevor er durch GOTTES Güte gläubig wurde.

Dann wäre er nicht anders als andere Menschen auch. Der Muslim muß anders sein, denn sein Auftrag ist

Friedenmachen.

Streit und Krieg um die Güter dieser Welt aber bringen keinen Frieden.

Deshalb rät der Qur´an zu bestimmten Wegen, den Krieg zu verhindern und den Frieden zu sichern.

Der Qur´an nennt vier Prinzipien zur Friedenssicherung und Kriegsverhinderung.

Diese könnte man auch Grundsätze der islamischen Friedenserziehung nennen.

Als erstes vertritt der Qur´an das schon genannte Prinzip "Kein Zwang im Glauben".

Das Eintreten für die Freiheit der Menschen, sich zu GOTT zu bekennen, ist ein Fundament der

Friedenssicherung.

Zweitens stellt der Qur´an den Krieg unter die härteste Bestrafung und ruft die schlimmen Folgen davon ins

Bewußtsein der Menschen.

Drittens verlangt der Qur´an von seinen Gläubigen Friedenssicherung nicht nur durch Worte,

sondern durch erkennbare Maßnahmen, die jedermann klarmachen, daß diese Ziele der Eintretens gegen

Glaubenszwang und Tyrannei und für die Sicherung des Friedens nicht nur proklamiert werden,

sondern auch gegen jede Bedrohung geschützt werden können.

Viertens erwähnt der Qur´an an verschiedenen Stellen das Abschließen von Verträgen, die dazu führen,

daß keine Kriege geführt werden.


DIE  WERTSCHÄTZUNG  DES  LEBENS

Im Islam ist das Leben das höchste und wertvollste Gut.

GOTT, der HERR hat unsere feinfühlende und glasklare Seele in einem menschlichen Körper auf die Erde

 gesandt. Dieser gesandte Körper ist uns Menschen ein von GOTT anvertrautes Gut.

Unsere Seele ist gewissermaßen zu Gast in unserem Körper, was zu bedeuten hat,

daß unser Körper nicht unser Besitztum ist.

Da wir nicht die Eigentümer sind, sind wir verpflichtet diese Leihgabe mit allen Mitteln zu waren

und zu beschützen. Wir sind folglich nicht autorisiert unseren Körper zu vernichten,

geschweige denn ihm einen Kratzer zuzufügen.

Der Körper ist der Seele eine Herberge, die zum Schutze dient.

Demzufolge können und dürfen wir nicht beliebige Aktionen starten, die dieses göttliche Kunstwerkwunder

 auch nur im geringsten schädigen oder zerstören würden.

Wir können und dürfen einfach nicht durch Falschbezeichnungen, wie „sich zu Tode fasten“, oder durch

Hungerstreik am Zerfall unseres Körpers mitwirken.

Aufgrund wirtschaftlicher und oder gesellschaftlicher Unannehmlichkeiten können und dürfen wir nicht

in die Hoffnungslosigkeit verfallen und uns dem Selbstmord hingeben.

Wir können und dürfen nicht einfach unseren Körper als eine lebende Bombe in die Luft sprengen und

andere unschuldige Menschen mit in den Tod zerren.

Da unser Körper samt Organe, mit Händen und Füßen, sowie Augen und Ohren nicht das Produkt unserer

eigenen Kunstfertigkeit ist, versteht sich, dass dieses Kunstwerkwunder von einem GOTT erschaffen ist

und uns zur Nutzung bewilligt wird.

Aufgrund dieser Tatsachen ist im Islam der Selbstmord, jeglicher Art, verboten.

Nach islamischen Gelehrten zufolge, wird der Leichnam solcher Selbstmörder ohne

Bestattungszeremonie und ohne Bittgebet beigelegt, weil sie das Bauwerk GOTTES demoliert haben.


Wenn ein Individuum nach Islam nicht einmal sein eigenes Leben nehmen darf, hat es erst recht keine

Legitimation über das Leben und Tod anderer zu bestimmen.


Im Islam ist jeder Mensch von Geburt an rein und frei von Schuld.

Jeder Mensch genießt eine Gottgegebene Immunität. Diese Immunität ist lebenslang beständig.

Niemand besitzt die Autorität vorsätzlich einem anderen Menschen Unrecht an zu tun und ihn in Unheil zu

stürzen. Selbst wenn ein Mensch seine eigene Immunität durch das Begehen einer Schuld behebt,

ist es Aufgabe der Justiz dessen Schuld zu beweisen und dessen gerechte Bestrafung nach Ermessen

zu bestimmen und zu vollstrecken.

Kein Mensch besitzt die Ermächtigung sich selbst zum Staatsanwalt, Richter und Vollstrecker zu erklären

und durch Selbstjustiz den Beschuldigten nach eigenem Erachten zu bestrafen.

Sollte sich jemand dieser Autorität bemächtigen, müsste man dem Gegenüber ebenfalls dieses Recht

zusprechen, welcher somit die Befugnis zum Gegenschlag hätte.

Durch solches Verhalten kommt Anarchie zum Ausbruch, womit zugleich Hab und Gut, Ehre und das Leben

von Menschen sich in permanenter Unsicherheit befänden.


WAS IST MIT DEM  „HEILIGEN  KRIEG“?

Nun fragt man sich vielleicht: Wie passt das zusammen mit dem "Heiligen Krieg"?

Die Antwort darauf ist sehr einfach: Der "Heilige Krieg" hat nichts mit dem Islam zu tun.

Dieser Begriff kommt im Qur´ran, der Heiligen Schrift des Islam, überhaupt nicht vor. Er ist dem Islam fremd.

Ursprünglich stammt dieser Begriff wohl aus dem Mittelalter, der Zeit der Kreuzzüge, als man im christlichen

Abendland aufrief zu einer Kriegsfahrt in den Orient, auch damals gegen den Islam und die Muslime.

Das nannte man einen "Heiligen Krieg".

Wie wir heute wissen, waren diese Kreuzzüge alles andere als "heilig".

Kaum jemand im Abendland würde sich heute noch mit jenem Mißbrauch von religiösen Gefühlen

der Menschen identifizieren wollen.

Aber der Begriff des "Heiligen Krieges" hat sich erhalten.

Nur wird er jetzt dem Islam und den Muslimen aufgestülpt, gegen die er sich in Wirklichkeit ja ursprünglich

zuallererst gerichtet hatte.


UND WAS IST DANN DSCHIHAD?

Dies ist die nächste Frage, die sich hier anschliesst.

Nun gut, wird man vielleicht sagen, der "Heilige Krieg" steht so nicht im Qur´an,

aber den Dschihad, den gibt es doch, und ist das denn nicht dasselbe?

Nein es ist nicht dasselbe!

Dschihad ist ein Wort aus dem Qur´an, aber es bedeutet weder "heilig" noch "Krieg".

Dschihad bedeutet: "etwas mit ganzem Einsatz tun", oder "sich voll und ganz einsetzen".

So ist eigentlich alles, was ein Muslim "mit ganzem Einsatz" tut, Dschihad.

Sein Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit wären ohne Dschihad, d.h. ohne ganzen Einsatz, nur halbherzig

und unaufrichtig.

Der Prophet Muhammad (saw) sagte: "Der beste Dschihad ist, das Wort der Wahrheit (und des Rechts) vor

einem ungerechten Herrscher zu sprechen."

Man sieht an dieser Aufforderung sehr deutlich, welche Art von "ganzem Einsatz" hier gemeint ist:

Die persönliche Überwindung von Angst, Eigeninteresse und Egoismus.

Dieser Dschihad ist auch ein Kampf - und zwar ein Kampf gegen das eigene Ich.

So wird dem Propheten Muhammad (saw) der Ausspruch zugeschrieben, als er einmal mit seinen Gefährten

von einem Feldzug zurückkehrte:

"Wir kehren zurück vom kleinen Dschihad zum großen Dschihad."

Den Kampf mit der Waffe bezeichnete er also im Vergleich mit dem Kampf gegen das eigene Ego als den

kleineren Einsatz.

Das sollte man im Blick behalten, wenn man über Krieg und Frieden im Islam spricht.


Im 1. Jahrhundert wurden die Christen für Ihren Glauben ebenfalls für politische Machtspiele

 missbraucht und wurden für viele Machenschaften zu unrecht verantwortlich gemacht und verfolgt.

Die Geschichte wiederholt sich nun in unserem Jahrhundert.

Macht- und Wirtschatspolitische Interessen die seit über 100 Jahre andauern, werden mittlerweile mit allen

 Mitteln fortgesetzt und Ihre vermeintliche Legitimation für Ihre Ziele holen Sie sich aus der Religion.

Sie säen in der Region Haß und Anarchie, jegliche Grundlage für ein menschenwürdiges Dasein wird den

Menschen entzogen und es kommt somit zu Krieg und Vertreibung.


In dem Maße wie Islam jeglichen Terror auf das schärfste verurteilt, so verbietet sich Islam als Spielball

für politische und wirtschaftliche Machenschaften missbraucht zu werden, sowohl unter dem Deckmantel

Islam als auch für ein Anlass auf der Gegenseite für Rassen- und Religionskrieg.


Dies ist die Zusammenfassung der wichtigsten Grundsätze über Krieg und Frieden im Islam.

Wer sie berücksichtigt, kann sich nun selbst eine Meinung darüber bilden, wann für die Muslime Widerstand

gegen einen Angriff auf Freiheit und religiöses Bekenntnis erlaubt und gefordert ist, und wann die religiösen

Gefühle der Menschen zu ganz anderen Zwecken mißbraucht werden.

Darüber hinaus sollte man nun auch zu einer gerechten Beurteilung dieser islamischen Grundsätze kommen

können und sich fragen, was ihnen eigentlich entgegensteht.


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